Geschichten, Landleben, Bücher, Hunde

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Monat: Oktober 2016

Chicco – Was mit mir passiert, wenn ich mich mag

Chicco – Was mit mir passiert, wenn ich mich mag

Draußen wird es Herbst. Für Chicco und mich ist diese Jahreszeit immer wieder voller Wunder. Morgens oft kalt und grau. Die Nebelschwaden hängen in unseren kleine Tal und wir stehen oben auf der Anhöhe und schauen direkt auf diese Nebelschwaden. Schwups, ein paar Minuten später fangen Sie an zu verschwinden und alle Details kommen ans Licht.  

Diese Woche jährt sich die Aussage einer Tierheilpraktikerin die uns sagte: „Das Dreieck des Todes.“

Gut er hat auch öfter geübt, ob er in einer anderen Variante an meiner Seite sein will.

Ob ihr es glaubt oder nicht, ich bin mit Chicco jetzt bald 10 Jahre verbunden und erkenne erst in den letzten paar Monaten wie sehr wir uns ähneln im Verhalten und wie sich dies auch auf unsere Gesundheit niederschlägt. Verrückt, oder?

Wir geben beide unser letztes Hemd, Grenzen setzen, wenn wir jemanden mögen ist nicht unser Ding. Merkt ihr? Ich schreibe diesen letzten Satz noch in der Gegenwart. Mhmm, seit meinem letzten Urlaub hat sich da einiges verändert.

Ich habe in den letzten Jahren so unglaublich viele Herzensmenschen kennengelernt, dass es mir schon Angst und Bange wurde. Ich dachte immer, dass ich es nicht gewöhnt sei so viel positiven ehrlichen Zuspruch zu bekommen. Dies machte mir wirklich Angst und nimmt/nahm mir auch die Luft. So traurig sich das auch anhören mag. Eigentlich hatte ich immer wieder Menschen in meinem Leben die mir sehr gut taten. Ich konnte nur nicht damit umgehen oder habe Sie nicht gesehen, denn dies wurde von anderen Erlebnissen überlagert.

Während ich dies schreibe liegt Chicco hinter mir auf seiner Decke und die TCM-Leuchte strahlt wohlige Wärme aus, denn heute kommt einfach keine Sonne. Menno! Und was er gerade über meine Gedanken denkt?

Ihr wißt ja, Chicco hat Leishmaniose. Eine Krankheit die immer da ist, mal präsenter mal glaubt man diese besiegt zu haben. Präsenter wird Sie, wenn er sich Streß aussetzt. Genau wie bei mir, sobald ich mich negativem Streß aussetze, schüttet mein Körper Cortisol aus und hört nicht mehr auf.

Jetzt ist es ja ganz einfach eigentlich. Ziel lautet: Allen negativen Streß zu entfernen. Doch was ist eigentlich mein negativer Streß? Während ich mich jetzt auf den Weg mache, dies herauszufinden hat Chicco schon eine Möglichkeit gefunden in seinem Leben widerstandsfähiger zu werden – nein 5:

1. Trete in Verbindung mit der Lebensfreude in Dir

In Dir lebt eine Kraft, die größer ist als alle Sorgen, Ängste oder Diätpläne. Wenn ich mich mit dieser Kraft verbinde und ihr folge, spüre ich Lebensfreude. Wenn ich stattdessen versuche irgendetwas auf Biegen und Brechen umzusetzen, spüre ich nur Druck und Unlust.

Deswegen kooperierte ich damals auch nicht mit meinem Hundetrainer. Ich soll Platz lernen und seine Hunde liegen faul rum und schauen mir zu. Dann der Ton indem er mit mir sprach. Ein Feldwebel hat da ja noch eine zarte Stimme im Vergleich zu ihm. Ne, der wollte einfach nur sein Ego befriedigen. Das nächste Mal hätte ich ihm ans Bein gepieselt. 

Wie wäre es den Tag in Absprache mit Deiner Lebensfreude zu beginnen? Worauf habe ich heute Lust? Was würde mir heute leicht von der Hand gehen?

Mit dem Schnüffelteppich spielen, mmcmmm ja das wäre cool. Ich leg mich gleich mal drauf.

Auf Antworten zu lauschen heißt nicht, dass Du alle wohl durchdachten Pläne plötzlich über den Haufen schmeißen musst, das sollst Du auch gar nicht. Es heißt einfach nur, Deiner Lebensfreude Beachtung zu schenken.

2. Nimm Dir ein bisschen Zeit für das Unmögliche

Mit „unmöglich“ meine ich all die Dinge, auf die Du richtig Lust hast, die Du aber hinten anschiebst, weil es im ersten Moment vermeintlich kein Geld bringt – mal in Menschensprache gesprochen.

Für mich war das lange Zeit das Clickern. Doch mit jeden 5 Minuten, die ich als tägliches Minimum mit dem Clickertraining verbringe, steigt meine Lebensfreude – und ich komme Schritt für Schritt näher an mein Ziel.

3. Finde die Angst hinter den Dingen, die Dir keinen Spaß machen

Du gehst bestimmt auch Tätigkeiten nach, die Dir keinen Spaß machen. Das muss aber noch lange nicht heißen, dass Du Deinem Herzen nicht folgst.

Manchmal sind es einfach ein paar störende Gedanken, die aus dem Weg geräumt werden müssen für die Freude.

Denke mal an etwas, das Dir nur zäh von der Hand geht. Vielleicht ist es Blogartikel schreiben, vielleicht Facebook Posts layouten, vielleicht eine neue Landing Page erstellen….

Und dann frage Dich: „Wenn ich wüsste, dass mein Blogartikel, Facebook Post, Landing Page da draussen super gut ankommen wird, mit welchem Gefühl würde ich daran arbeiten?“

Oder frag Dich schlichtweg: „Wovor habe ich Angst?“

Die Antwort kann augenblicklich Motivationsschübe auslösen…

Siehste, deswegen das Clickertraining, es ist einfach ein gutes Gefühl unabhängig zu sein. Seit ich beclickert werde, kann ich sogar schon Schubladen aufmachen. Das ist nicht zu unterschätzen, wenn du in einer WG lebst.

4. Gib den Dingen, die wie ein Muss erscheinen, eine neue Bedeutung

Ich bin ziemlich gut darin, Tätigkeiten, die wie ein Muss erscheinen, zu gedanklichen Monstermauern aufzubauschen.

Ich fand es immer ganz fürchterlich an Müllsäcken vorbeizulaufen. Ich habe Sie immer verbellt und wollte nicht weiter. Dabei dachte ich immer an schlimme Dinge die erleben durfte. Ich habe mit bewußt gemacht, dass ich ja noch da bin und ohne diese Müllsäcke niemals die Stärke bekommen hätte die ich heute habe.

Tanjas bestes Beispiel: Ihre Umsatzsteuererklärung.

Dabei vergißt Sie aber ganz, dass Sie ihreUmsatzsteuererklärung auch nur deshalb abgeben kann, weil Sie sich schon etwas aufgebaut hat. Ihr das bewusst zu machen schafft Erleichterung.

Welchen „Ich muss“-Aufgaben könntest Du mit ein bisschen Dankbarkeit begegnen oder ihnen eine andere konstruktive Bedeutung geben?

5. Nimm Dich selbst nicht so wichtig

Ich war gerade 2 Wochen wirklich nur sehr selten auf der Straße. Nichts dramatisches ist passiert.

Ich habe noch genau so viel Essen im Kühlschrank wie vorher  🙂

Dein Business hält es aus, wenn Du mal Pause machst.

Ob beim Marketing, in Interviews oder vor dem Spiegel – wir werden attraktiver für die Menschen, die wirklich zu uns gehören, wenn wir uns so zeigen, wie wir sind: schön auch ohne Idealmaße, weiblich, verletzlich, eigenwillig und geleitet von unseren Visionen.

Wann bist Du das letzte Mal Deinem Herzen gefolgt – im Großen wie im Kleinen – und wie hat sich das für Dich angefühlt?

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