Geschichten, Landleben, Bücher, Hunde

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Monat: September 2016

Chicco oder die Kunst Herr über deine Emotionen zu werden.

Chicco oder die Kunst Herr über deine Emotionen zu werden.

Chicco und ich liegen in unserem Garten. Die Vorbesitzerin hatte damals noch ein Meer an Rosen gepflanzt auf die wir blicken.

Rosen! Wenn ich an meine Oma denke, denke ich an Rosen. Wir hatten keine Rosen gepflanzt, nein, nicht deswegen.

Meine Oma war die tollste und beste Oma die man sich vorstellen konnte. Logo 😉

Auch Sie hatte mit Herausforderungen zu kämpfen und Sie ließ es sich nie anmerken. Anmerken? Wieso anmerken? Was bringt es? Weißt du? Ich hatte auch viele Herausforderungen als Straßenhund und dann noch in diesem Cancle zu meistern. Ja, Chicco du bist wie meine Oma. Einzigartig anders. Ihr findet immer euren Weg und lacht einfach alle Schwierigkeiten weg.

Ja, meine Liebe, genau das ist das Geheimnis. Jeder hat seine Herausforderungen – egal ob Mensch oder Tier – es liegt darin, wie wir damit umgehen.

Und das WIE teile ich gerne mit dir… <3

 

  1. Keine Panik

    Ach Mensch, immer das erste was passiert, wenn eine negative Situation oder Nachricht eintrifft:
    Paaannik
    Draammaa
    Noch meeehr Panik
    Noch meeeeehr DRAAAAMAADas ist so bekannt und es ist schon sooo langweilig – immer zur passenden Situation kommen euch Menschen dramatische Gedanken und Gefühle, ganz nach dem Motto:

    Oh Gott, ich habe eine unerwartete Kündigung bekommen. Dann passiert folgendes:
    Mein Gott der Arbeitsmarkt in meiner Gegend ist so schlecht. Wie soll ich von dem Arbeitslosengeld leben? Ich verliere meine Wohnung? Ich bin im sozialen Aus?

    oder – noch besser:
    Dein Partner macht Schluss!
    „Er war das Beste was mir je passieren konnte. Solch einen tollen Mann finde ich niiiieee mehr wieder. Überhaupt werde ich nie mehr einen neuen Mann kennenlernen. Ich werde einsam und allein alt werden.“

    Na?
    Kommt dir das bekannt vor?
    Weißt du noch? So war das mal hier bei uns.

    Hmm, ja so etwas kann ich mich noch daran erinnern.

    Ach Chicco, es stürzte damals alles so über mich ein.
    Was soll ich denn anderen sagen, wenn Sie sagen, dass ich so „geerdet“ bin…

    Ja, pass auf. Das hast du bisher nur gedacht – das du dieser Panik und dem Drama machtlos ausgeliefert bist. J

  2. Lass diese Grübeleien!!
    Habe ich einen schlimmen Umstand, dann weigere ich mich einfach jetzt zu grübeln. Stattdessen gehe ich in den Garten, buddele und lege mich dann ins Gras und lächle und träume.
    Ich lasse mich nicht von der Angst vor den Karren spannen. Nö, dazu habe ich keine Lust.
    Ich bin da ganz konsequent und sobald ich merke, dass ich mit so einem Zeug gedanklich beschäftigt bin, sage ich STOP
    „ Aber Chicco wir Menschen brauchen doch eine Lösung für das Problem!“Pass jetzt mal gut auf, Mensch:
    Die Lösung liegt nie, niemals im Grübeln
    Lass dich nicht verarschen, grübeln klingt so logisch und notwendig, ist aber Quälerei, sonst nichts.

    Keine Panik
    Kein Drama
    Kein grübeln

    Die Lösung für dein Problem gibt es schon, du weißt sie nur noch nicht.
    Diese ganzen Sorgengedanken wollen nicht mit dir spielen.
    Sie wollen dich zerstören, dir deine Lebensfreude nehmen, dich klein machen, dich deiner Inspiration und Kreativität berauben und deine Persönlichkeit wird niemals zum Vorschein kommen

    Chicco, das ist aber ganz schön schwer.

    Am Anfang ist es ungewohnt. Ich gebe es zu, doch mit der Zeit wird es besser.

    Was dir enorm weiterhilft:

  3. Glaube nicht deinen Emotionen 

    Du kannst dir sicher sein:
    Je mehr dir die Sache bedeutet umso weniger kannst du dich gerade dann auf deine Emotionen verlassen.Siehst du, diese Emotionen reagieren nur auf den Umstand. Zack, schon ist es passiert.

    Wenn die Gefühle gerade wieder beschissen sind, glaube ich ihnen einfach nicht.

    „Aber Chicco man kann seine Emotionen nicht einfach so unterdrücken!“

    „Ach echt?
    Sag das mal einem Hundetrainer! „Ich will meinen Hund keine Grenzen setzen, da unterdrücke ich ja seine Persönlichkeit.“
    Klar und der Hund macht, was er will – mit seiner ach so freien Persönlichkeit pinkelt er überall hin, springt andere Menschen an und zieht an der Leine.“

    Wenn du also die Emotionen immer ausleben willst und sie nicht unterdrücken willst, dann musst du damit rechnen, dass sie ein Leben lang mit dir Achterbahn fahren. Es wird bei dir auf den Fußboden gepinkelt, die Schuhe werden zerbissen, und alles ist irgendwie ein bisschen unberechenbar.

    „Der Hund liebt es, Grenzen gesetzt zu bekommen, glaube mir!
    Aber einer muss mal sagen: „So, bis hierher und nicht weiter“

    Aber grundsätzlich lasse ich mir nicht von irgendwelchen komischen Emotionen mein Leben leben, wo sind wir denn?
    Seien es Ängste, Schuldgefühle, Sorgen oder undefinierbares Bauchdrücken: Nicht mit mir.

    „Aber Chicco wie sollen wir Menschen das denn schaffen?“

    Na, wie bei einem Hund!
    Zuerst will so ein Welpe ja auch nicht verstehen, dass er nicht alles darf. Aber mit der Zeit wird das schon, und dann folgt er total gerne und ist sogar happy darüber.

    DU BIST IN DER LAGE, deinen Emotionen Grenzen zu setzen.

    Die Lösung:

  4. Die Power des Überwindens:

    Jedes Mal, wenn du mitten im schlimmen Umstand dich dazu entscheidest, innerlich aufzustehen, und nicht dem Schlechten zu glauben – WIRST DU STÄRKER.Jedes Mal, wenn du angesichts laut schreiender Herausforderungen beschließt, der Liebe mehr zu vertrauen, als dem Drama um dich herum – WIRST DU STÄRKER.

    Jedes Mal, wenn du dich weigerst, dich aufgrund der Situation im Selbstmitleid zu baden, aufzugeben, oder deine Sicht zu ändern – WIRST DU STÄRKER.

    Jedes Mal, wenn du dich dafür entscheidest, den Menschen zu vergeben, und nicht bitter oder hart zu werden, obwohl du ganz mies behandelt wurdest – WIRST DU STÄRKER.

    Jedes Mal, wenn du für dich beschließt, dich zu freuen, obwohl es gerade in den Umständen absolut nichts zu freuen gibt – Wirst DU STÄRKER.

    Jedes Mal, wenn du dich weigerst, zu grübeln, dich zu sorgen, oder einfach beschließt „I don’t give a fuck.“ – obwohl äußerlich alles nach deiner Aufmerksamkeit schreit – WIRST DU STÄRKER.

    Das bedeutet: Überwinden.
    Nicht: „oh, das Problem ist gelöst, jetzt geht’s mir endlich besser.“
    Sondern mitten im Sturm fest stehen und sich wie so ein kleines Kind darauf freuen, was jetzt Tolles daraus wird.

    Obwohl es eben kein bisschen toll aussieht, und sich das auch nicht schon am Horizont abzeichnet

    Die Wahrheit ist:
    es gibt kaum einen schnelleren und einfacheren Weg, um stark, schön und strahlend zu werden, wie die Umstände zu überwinden.
    Siehst du, es ist also ein Geschenk, wenn die Zeitspanne zwischen dem Erscheinen des Problems und der tatsächlichen Lösung länger ist: dann hast du wirklich viel Gelegenheit, stark zu werden!

    Ich weiß, das liest du vielleicht gar nicht so gerne, aber:

    DAS ist der Weg, auf dem echte, starke Persönlichkeiten entstehen.
    Welche, die dank jeder Herausforderung einfach nur noch stärker werden, aufblühen, andere inspirieren und ihnen vorangehen.

Echte Leader.

Und was hat das jetzt mit Rosen und Oma zu tun? Na, meine Oma war eine starke Persönlichkeit und tapezierte ihr komplettes Schlafzimmer mit einer Rosentapete, obwohl Sie wusste, wie ihr Mann und die Umgebung darauf reagieren wird….Sie hat sich ohne Panik und Drama dieser Herausforderung gestellt.

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