Geschichten, Landleben, Bücher, Hunde

Geschichten, Landleben, Bücher, Hunde

Monat: Februar 2016

Wie alles begann…

Wie alles begann…

Ich war immer ein Kind, welches  Tiere mochte. Ich bin aufgewachsen als Einzelkind und habe mit meinen Eltern und Großeltern in einem, damals noch kleinen Ort in Unterfranken. Wie es bei vielen üblich war, hatten meine Großeltern

 

Einen Hund wollte ich schon immer. Wir hatten Schweine, Hühner, Kaninchen und Katzen – keine Hunde. Nur – ich bekam keinen.Ich bekam einen Wellensittich mit Namen „Hansi“.  Er wurde steinalt.

Mit der Zeit kehrte sich mein sehnlicher Wunsch nach einem Hund in eine panische Angst vor Hunden. Warum? War mir damals noch nicht klar. Ich hatte das Gefühl, die Hunde rochen meine Angst. Sie bellten mich wütend an wenn ich auf der anderen Straßenseite lief  und ich saß in meinem Zimmer, wenn meine Cousin mit seinem Hund zu Besuch kam, denn wenn ich auch im Zimmer war, durfte ich mich nicht bewegen ansonsten knurrte er recht bösartig.

 

Habt ihr es schon mal erlebt, Wünsche die nicht in Erfüllung gehen kehren sich um und ihr habt Panik genau vor den Wünschen die ihr euch sehnlichst wünscht?

 

Nun ja, ich lebte damit viele Jahre. Ich hatte eine oder zwei Katzen und es war auch schön. Sehr schön. Ich möchte Katzen in meinem Leben nicht missen. Die Angst und Panik blieb.

 

Ich habe meine Ausbildung zur Speditionskauffrau abgeschlossen, als Sekretärin gearbeitet und bis zuletzt – also vor Chicco – als Abteilungsleiterin im Personalwesen / -rekrutierung gearbeitet. Es war die Zeit, in der es normal war 60 Std. pro Woche zu arbeiten. Es war eine stressige Zeit. Ich hatte ein Büro in Stadtmitte mit Blick auf die Bahngleise des Hauptbahnhofes. Jedes Mal, wenn ich einen Ordner, eine Bewerbung hervorholte blickte ich automatisch aus dem Fenster und sah die einfahrenden Züge.

Es mußte noch mehr geben . Wo führt die Sehnsucht hin?

 

Ich hatte eine langjährige Beziehung, keine Kinder, einen tollen Job mit entsprechend Gehalt, Angst vor Hunden. Ja, wir hatten auch zwei Katzen. Zeit für einen Hund hatte ich nicht, aber ich wollte diese Angst überwinden.

 

Ich recherchierte im Netz und fand heraus, dass es die Möglichkeit gibt, Gassigänger im Tierheim zu werden. Gut, am Wochenende fuhren wir ins nächste Tierheim, welches ca. 10 km entfernt ist. Dort angekommen, wurden wir unfreundlich empfangen und mit dem Hinweis abgefertigt: Gassi nur für Vereinsmitglieder! Ja, hmm wäre ja kein Problem, wenn ich es mir finanziell leisten kann. Wir waren schon im Aufbruch, als der Leiter des Tierheims die Situation erkannte und uns einließ. Es war damals noch ein Zwingeranlage, na ja wie man es sich halt vorstellt, kalt und ungemütlich. Die Hunde bellten, sprangen ans Gitter. Ich hatte Herzpochen und schnappte nach Luft, hmm nein ich traute mir das nicht zu. Mein Mann ja. Was es noch gab: Ein Katzenhaus. Ich fühlte mich dort heimisch und wohlig.

 

Na ja, wir hatten dort die Info bekommen, dass es am anderen Ende der Stadt ein Tierrefugium  seit kurzem gab, welche alte und /oder behinderte Hunde aufnahmen und pflegte. Die suchten auch Gassigänger!

 

Wir fuhren direkt dort hin. Ja, auch hier mussten wir Mitglied werden – im Januar waren wir 10 Jahre dort Mitglied. In diesem Tierrefugium gab es keine Zwingerhaltung, sondern die Hunde leben in einer Hausgemeinschaft. Gut ich und meine Angst – egal ich war bereit.

Kennt ihr das? Urplötzlich wißt ihr, dass der Zeitpunkt gekommen ist die Angst zu überwinden und sich seine Sehnsucht zu erfüllen? Der Mensch weiß eigentlich was ihm gut tut.(Diesen Satz habe ich heute bei Sabine Asgodom) geesen.

 

Nun ja, was ich nicht wußte als ich im Hof dieses Refugiums stand, dass die Tür des Hauses aufgeht und … ca. 10 – 15 Hunde hinausstürmen… Allen voran ein Dobermann. Ja, ich weiß Vorurteile. Ich erkannte dann recht schnell, dass dieser Dobermann blind war und ein Mädel. Komischerweise hat mich das beruhigt.

Leider gibt es kein Foto. Ich fing an mit eben diesem Dobermann Gassi zu gehen.IMG_9370Sonnenuntergang

Arthrose bei Katzen – Symptome und Therapie

Arthrose bei Katzen – Symptome und Therapie

Arthrose: eine schmerzhafte, schwer festzustellende Erkrankung

Autsch, das kann weh tun! Wenn die Gelenke nicht mehr richtig wollen, dann kann die Katze unter schlimmen Schmerzen leiden. Eine Studie hat bewiesen, dass 90 Prozent aller Samtpfoten über zwölf Jahren unter Arthrose leiden –  aber auch in jüngeren Jahren ist die Krankheit keine Seltenheit. Wir verraten Ihnen heute mehr über Arthrose bei Katzen und erläutern, was man dagegen tun kann.

Was ist eigentlich Arthrose?

Es handelt sich bei Arthrose um eine Sonderform der degenerativen Gelenkveränderungen. Was die Folge ist, ist dass Knorpelgewebe verloren geht, die Knochen umgebaut werden, sowie wildes Knochengewebe gebildet wird.

Beginn einer Arthrose ist zumeist ein Defekt am Knorpel. Dadurch entzündet sich die Synovialmembran, die anschwillt und verstärkt Gelenkschmiere produziert, die jedoch nicht die erforderliche Qualität aufweist. Sie ist zu dünn, um dem Knorpel als Schutz zu dienen. Da die Gelenkflüssigkeit so stark zunimmt, führt dies zu einem sogenannten Reizerguss. Dadurch schwillt die Gelenkkapsel an. Hier beginnen die großen Probleme für die Katze: Das Gelenk wird dick, tut weh und ist nur noch sehr eingeschränkt beweglich.

Nun kommt der Organismus ins Spiel, der dafür sorgen möchte, dass die Probleme in der Gelenkkapsel beseitigt werden. Es entstehen größere Mengen von Bindegewebe, mit denen die Kapsel durchsetzt wird und auch wildes Knochengewebe wird produziert, um das kranke Gelenk zu unterstützen. Diese Veränderungen sind irreversibel.

Katzenfreunde wissen: Gerade der geschmeidige, weiche Gang ist es, der die fließenden Bewegungen der Samtpfoten ausmachen. Die Beweglichkeit der Gelenke ist dazu unerlässlich, fällt aber im Fall der Arthrose bei Katzen weg.

Fördern Sie die Bewegung!

Kleine Tiger können sich zukünftig nur noch unter großen Schmerzen fortbewegen und gehen oft steif und lahm. Außerdem spielen sie nicht mehr so gerne wie vorher – der Beginn eines Teufelskreises: Denn gerade durch viel Bewegung bildet sich die so wichtige Gelenkschmiere, die Reibungslosigkeit in den Gelenken gewährleistet. Daher ist es wichtig, dass Sie weiter viel mit Ihrer Katze spielen. Am besten animieren Sie sie mit tollen Spielideen wie einer Katzenangel oder kleinen Fellmäusen zu mehr Bewegung.

Ein Problem bei an Arthrose erkrankten Katzen ist es, dass die Diagnose oft erst sehr spät gestellt werden kann. Denn Katzen sind tapfere Patienten – Sie zeigen ihren Schmerz meistens nicht. Es ist deshalb wichtig, genau auf die Warnsignale zu achten und auf für die Katze untypisches Verhalten mit einem Tierarztbesuch zu reagieren.

Wie erkenne ich Gelenkerkrankungen bei meiner Katze?

Einige Anzeichen, an denen Sie merken, dass mit den Gelenken Ihrer Katze etwas nicht in Ordnung ist:

  • Die Katze spielt deutlich weniger, bewegt sich nicht mehr gerne
  • Freigänger bleiben lieber im Haus, als hinaus zu gehen
  • Die Katze springt nicht mehr gerne aufs Sofa und meidet höher gelegene Plätze, die sie früher so geliebt hat
  • An manchen Stellen putzt sich das Tier nicht mehr, ganz einfach, weil sie diese nur noch unter Schmerzen erreichen kann
  • Sie lässt hin und wieder ein klagend klingendes „Miau“ hören
  • Plötzlich will die Mieze nicht mehr getragen werden, obwohl es nie ein Problem war
  • Wenn Sie sie an bestimmten Körperstellen oder Körperteilen berühren, beisst sie (was sie vorher nicht gemacht hat)
  • Ihre Mieze ist noch viel anhänglicher als sonst und weicht Ihnen kaum noch von der Seite
  • Irgendwie scheint Ihr Tier verändert und kommt Ihnen anders vor als sonst

Trifft eines oder mehrere Merkmale auf Ihren kleinen Tiger zu, dann sollten Sie zum Tierarzt gehen. Auch wenn sich die Verhaltensweise im Laufe eines Katzenlebens ändern können – nur durch den Arzt kann festgestellt werden, ob das merkwürdige Benehmen vielleicht an einer Erkrankung liegt.

Wie kann der Tierarzt feststellen, ob die Katze Arthrose hat?

Zum einen kann der Tierarzt Veränderungen an den Gelenken ertasten, vor allem, wenn er Körperteile Ihres Tieres biegt und streckt. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, eventuelle Gelenkerkrankungen bei Röntgenaufnahmen oder einer Computertomographie relativ zuverlässig festzustellen.

Was kann man gegen die Arthrose bei Katzen tun?

Auch wenn eine Arthrose nicht „geheilt“ werden kann, sie muss auch nicht klaglos hingenommen werden. Sie können einiges tun, damit es Ihrer Katze besser und insbesondere nicht noch schlechter geht. Am wichtigsten ist es beispielsweise, dass weitere Entzündungen vermieden und außerdem die bislang vorhandenen Schmerzen erträglich gemacht werden. Dazu gibt es Medikamente, die gerade bei Katzen als sehr verträglich gelten und die eine Menge bewirken, ohne den Organismus zu belasten. Ihr Tierarzt unterstützt Sie dabei, die richtigen Mittel und Dosierungen für Ihre Mieze festzulegen.

Abgesehen von der richtigen Medikation kann man noch mehr tun, um Mieze die Schmerzen zu erleichtern. Hierbei sollten Sie sich immer vom Tierarzt beraten lassen, da die Ausprägungen/Krankheitsverläufe der Arthrose individuell unterschiedlich sein können. Die Schwere der Erkrankung ist beispielsweise davon abhängig, wann die Arthrose diagnostiziert und behandelt wurde, aber auch, wie fit die Katze im Allgemeinen war oder wie alt die Mieze ist.

Tipps zur Schmerzlinderung bei einer Arthrose:

  • Mit der richtigen Ernährung kann man viel machen. Beispielsweise fördern Glykosaminoglycane (u.a. in derGrünschalmuschel enthalten) die Gesundheit der Gelenke
  • Je nach Fall der Arthrose kann man mit Kälte und Wärme arbeiten
  • Auch Homöopathie, Akupunktur und Akupressur kann unterstützend zu den richtigen Medikamenten eingesetzt werden
  • Sanfte Bewegung und vorsichtiges Spielen um die Gelenke zu schonen, aber die Bewegung zu fördern
  • Agieren Sie vorsichtig beim Tragen und Hochheben
  • Geben Sie Ihrer Katze natürlich zudem ganz viel Liebe und Streicheleinheiten, wenn ihr danach ist

So umsorgt und medikamentös gut eingestellt, können auch die meisten Katzen mit Arthrose das Leben noch so richtig genießen & die Umgebung unsicher machen!

Gedanken auf das Papier bringen

Gedanken auf das Papier bringen

Guten Abend,

hach jetzt sitze ich hier schon mindestens 2 -3 Stunden und nehme mir vor anzufangen. Anzufangen über mich und Chicco nachzudenken.  Über Dinge die bisher immer nur in meinem Herzen waren oder mir einfallen, wenn ich in der Küche stehe oder das Bad putze.

 

Aber meiChiccone Gedanken aufs Papier bringen? Nö, das kriege ich nicht hin. Ein Magengrummen und tausend Gedanken schießen mir durch den Kopf. Mandala malen? Soll entspannend sein? Ach ne, ich höre noch bei youtube „You dont own me.“ Tanja, sagt die andere Stimme, nein, tu es jetzt schreibe auf wie alles anfing.Ein ebook, auch noch Live, ja aber mir fallen doch sooo viele Sachen immer erst hinterher ein. Wie mache ich das? Herrje, fang jetzt einfach an.

Wie du Angst hattest vor Hunden. Wie du solch ein weißes Zottelmonster gar nie nicht haben wolltest. Wie er sich jedes Mal gefreut hat, wenn du gekommen bist um mit ihm spazieren zu gehen. Du dachtest, hach eigentlich wollte ich ja einen richtigen Hund.
Und noch Fanta4 hören, dann fange ich bestimmt an.

Nun ja, Chicco liegt momentan im 1. Stock unseres Hauses, ich habe mich in den hintersten Raum verkrümelt – unser Schlafzimmer. Liege auf dem Bett, Decke drüber und Laptop oben auf.
Hach in Gedanken, kommen mir die tollsten Geschichten.

Weißt du noch, als du noch nicht bei mir lebtest, habe ich dir immer Vitamin-Dragees mitgebracht – so als Leckerli. Wie so eine Gesundheitsapostoline, liebe Leser ihr müsst wissen, er bekam nur schnödes Trockenfutter und er hat ja Leishmaniose. Du hast die auch immer gerne gegessen. Sofort mit einem Happs waren sie weg. Bis, ja bis… du bei uns eingezogen bist! Dann war da nämlich nix mehr mit, ja Mami, ich esse deine Vitamine. Nein, du hast die einfach wieder ausgespuckt! Können Hunde berechnend sein? Hmm, bei dir, du süditalienischer Straßenköter, bin ich mir da fast sicher, dass sie es können.

Du bist halt ein Macho und weißt wie du mit Menschen umgehen musst. Sah man ja auch in der Hundeschule bzw. Hundeschulen. Wir sind ja aus mehreren geflogen, weil du so stur bist. (O-Ton Hundetrainer).

Nun ja, das werden wir noch vertiefen.

Prall, Saftig, Schnuckelig oder Verfilzt und Trocken? Faszien – Voll das Leben

Prall, Saftig, Schnuckelig oder Verfilzt und Trocken? Faszien – Voll das Leben

… Nicht so schlimm. Sagte ich mir, als ich letztes Jahr  – auf den Ellenbogen gefallen bin. Ich habe weitergearbeitet. Erst zu Hause sah ich das Loch im Ärmel und die blutende Wunde…

Wird schon wieder …, als sich eine Schleimbeutelentzündung einstellte – groß wie ein Hühnerei. Ich lief zwei Wochen mit höllischen Schmerzen und einem Zink-Leim-Verband rum.

Als die Schmerzen langsam nachließen, fiel mir auf, dass auch meine Schulter geprellt war. Und meine Hüfte. Und mein Knie auch. Die ganze rechte Seite.

Nur gut, dass ich mich mittlerweile gut auskenne: Als erstes muss die Entzündung raus. Durch Umschläge mit Quark – was für eine Bazerei;-) oder Retterspitz. Riecht gut. (Klar – nach Rücksprache mit der Ärztin)

Und dann habe ich mich um meine Faszien  (Bindegewebe) gekümmert. Die haben nämlich ordentlich was abgekriegt.

 

Faszien sind ein Sinnesorgan

 

Vielleicht ist es überraschend für dich, wenn du liest, dass deine Faszien mit der größten Anzahl an Sinnesrezeptoren und Nervenzellen ausgestattet sind. Dein Gehirn wird also permanent von Sinneseindrücken überschüttet.

Faszien werden neuerdings sogar als Organ bezeichnet und Sinneseindrücke nimmst du auch auf – und zwar mehr als dir lieb sind. Denk mal an Fußschmerzen. Fersensporn zum Beispiel. Oder Kopfschmerzen. Ein verspannter Rücken oder steife Finger. Und bei mir fast überall an der rechten Seite…

Was alles ein wenig kompliziert macht: Der Schmerzort ist meist nicht der Entstehungsort. Das erklärt auch, warum ich dein Tier scheinbar irgendwo behandelt, nur nicht dort, wo die Schmerzen „sitzen“.

 

Faszien: Sein Wohlfühlen hängt von ihnen ab. Oder sej  Missbehagen – je nachdem.

Faszien – was ist das eigentlich?

Ganz einfach erklärt, sind sie eine Art „Verpackung“. Ein dichtes Netz aus kollagenen Fasern, die sich direkt unter deiner Haut befinden.

Faszien sind ein Netz wohlgeordneter, genährter Fasern, die glücklich sind, wenn sie dein Tier halten dürfen.

Mal nur einen Bruchteil eines Millimeters dünn – z.B. im Gesicht und am Hals oder an der Hand. Zum Teil aber auch lederartig und zentimeterdick an den Fußsohlen und am unteren Rücken. Mal sind sie elastisch und glatt wie am Brustbein, dann wieder schwammig mit eingelagerten Fettzellen –  z.B. am Oberschenkel – Cellulite lässt grüßen.

Die oberste Schicht deiner Faszien ist überall unter deiner Haut. Quasi wie ein Neoprenanzug, wie ihn die Taucher benutzen. Mir gefällt „Bodysuit“ besser. Lass dieses Bild auf dich wirken: Dein gesamter Körper ist also direkt unter deiner Haut gut verpackt.

Ein intaktes Fasziengewebe hält, schützt und formt deinen Körper. Gibt dir Konturen und lässt dich großartig aussehen.

Faszien tummeln sich lustvoll fast überall in dir

 

Das war aber erst die oberste Faszienschicht. Außerdem wird jeder Muskel, jede Muskelzelle, alle unsere inneren Organe von Faszien umhüllt. Weiter geht es mit den Knochen: Sie sind ummantelt. Bänder und Sehnen sind Faszien, die nicht etwa an die Knochen „geklebt sind“ sondern dringen tief in die Knochen ein. Das erklärt auch, warum Bewegung und Druck effektiv gegen Osteoporose wirkt.

Wenn die Faszien sich wohl fühlen, dann kannst du dir vorstellen, dass sie deine Organe halten, schützen, massieren. Und deine Knochen von innen stärken und nähren…

Ums kurz zu machen. Wir sind durch und durch von Faszien durchdrungen und alle sind wiederum miteinander verbunden.

Verbunden heißt verknüpft, elastisch, geschmeidig, durchlässig, flexibel… Ein dreidimensionales Netz überall in deinem Körper

 

Ab in die Tonne

…hieß es lange. Denn das „labberige Zeug“, in dem scheinbar nur Fettzellen eingelagert sind, wurde bis vor wenigen Jahren bei Obduktionen einfach als störend entsorgt.

Dabei verlaufen darin neben Nervenzellen auch Lymphbahnen. Die Zellzwischenraumflüssigkeit im Bindegewebe hat die Aufgabe, die Körperzellen- und so auch unsere Haut- mit allem zu versorgen, was sie zum Leben brauchen. Gleichzeitig geben die Zellen all ihre Stoffwechselabfallprodukte (Schlacken) an diese Flüssigkeit zurück. Das Bindegewebe funktioniert also als Wertstoff-und Mülldeponie zugleich.

Das Wissen um die Faszien verbreitet sich auch unter Ärzten erst nach und nach. In ihrem Studium wurde es oft noch nicht einmal erwähnt, wie mir mehrere Ärzte bestätigt haben.

Ein gesundes Bindegewebe bedeutet Spannkraft und Jugendlichkeit und Attraktivität. Und Altern beginnt im Bindegewebe

 

Faszien geben dir also

  • Kraft und Elastizität
  • Sorgen für Stabilität
  • Machen dich behände und schnell
  • Geben dir und deinen Organen Halt
  • Speichern Gewebeflüssigkeiten und
  • Geben Schlacken wieder ab.

Schaust du beim Gehen in den Boden?

Soweit so gut. Warum ziept es uns aber so häufig in der Nackengegend? Warum laufen wir mit gesenktem Kopf herum? Wieso bekommen wir Dellen an den Oberschenkeln?

Die Frage kannst du dir selbst beantworten. Dazu steckst du deinen wunderschönen, elastischen Bodysuit in die Kochwäsche mit Schleudergang und dann noch in den Trockner.

Vernachlässigte Faszien sind ein verfilztes Ding, einem Kettenhemd gleich. Zu klein,…

Heraus kommt ein verfilztes Ding, einem Kettenhemd gleich. Zu klein, unnachgiebig… Und das zieh dir in Gedanken an.

Mal ehrlich. Kannst dir vorstellen, damit aufrecht und selbstbewusst zu stehen? Dich elegant und geschmeidig zu bewegen? Anderen auf Augenhöhe begegnen?

Eben!

 

Endlich habe ich kapiert, warum wir uns nach dem Joggen dehnen müssen

Deine Faszien bekommen durch ungewohnte Bewegungen feinste Risse.  Es genügt aber auch ein Muskelkater. Dein Gehirn schaltet sofort den Reparaturdienst ein. Risse, Verletzungen und Wunden werden mit einem „Kleber“ notdürftig versorgt.

Und jetzt kommt’s: Dieser Kleber lässt deine Faszien verfilzen. Du fühlst dich steif. Unbeweglich. Alt. Das ist der Filz drin.

Unter dem Mikroskop sieht man ein faszinierendes Netz.  Gestresstes Bindegewebe sieht jedoch wie ein verknotetes Wollknäuel aus. Die Faszien wachsen ineinander, verfilzen und beginnen an allen Ecken und Enden miteinander zu verkleben.

Und das merkst du ziemlich schnell: Die Bewegungsmöglichkeit deiner Muskeln wird zunehmend eingeschränkt. Das ist ein deutlicher Hinweis, etwas für deine Beweglichkeit zu tun, sonst wird das Beugen oder Strecken der Gelenke immer schmerzhafter.

Bei Sehnenreizung und -Entzündung, Fersensporn oder Tennisarm handelt es sich um nichts anderes als um Verletzungen des Fasziengewebes, die auf eine Fehl- oder Überbelastung betroffener Strukturen hinweisen.

Schnittwunden, Knochenbrüche oder jede Art von Operation verletzen die Faszien in größerem Maße.

 

Ursache undefinierbarer Schmerzen: Verklebte Faszien

Verfilzte Faszien bringen uns in Schwierigkeiten:

  • Verlust von Zugkraft und deutlich eingeschränkte Bewegungsfähigkeitder betroffenen Muskelfasern.
  • Nerven, die durch diesen Gewebebereich führen, können gequetschtwerden, was zu empfindlichen Schmerzen führen kann.
  • Die Organe leiden Statt geborgen im Fasziennetz, werden sie festgezurrt und ver-spannt.
  • Die Versorgung mit Nährstoffen ist blockiert.
  • Der Abtransport vorn Schadstoffen ist eingeschränkt. Es bildet sich ein Rückstau an Stoffwechselrückständen in der Zellzwischenraumflüssigkeit. Das führt zu
  • Säuren beschädigen zusätzlich die kollagenen Fasern. Die Hautalterung beginnt.

 

Faszien sind durstig

Sie wollen Schlacken abtransportieren und deine Zellen versorgen. Das können sie nur, wenn es nicht an der Flüssigkeit hapert. Dass damit nicht Kaffee und Alkohol gemeint ist, sollte
eigentlich klar sein. Denn Schwitzen auf der einen Seite und übersäuertes Gewebe andererseits – Den Rest denkst du dir.

 

Gute Nachricht: Du kannst zu jeder Zeit den Rückwärtsgang einlegen

Deine Faszien sind lebendiges Gewebe und sehnen sich nach Ordnung. Du kannst – auch wenn es schier ausweglos erscheint – immer großartige Erfolge erzielen.

Mini-Anti-Filz-Programm für dich

Wie du weiter oben gelesen hast, ist nachts der Reparaturtrupp unterwegs und klebt selbst feinste Risse. Wenn du dich morgens steif fühlst, ist das das Ergebnis.

In China beginnt man den Tag frühmorgens mit Qi Gong und trifft sich dazu in Scharen auf öffentlichen Plätzen. Aus Indien kennen wir den Morgengruß aus der Yogapraxis. In diesen alten Traditionen wusste man: durch einen verfilzten Körper fließt nur spärlich Energie.

Keine Angst, du musst jetzt nicht ein halbstündiges Programm vor deinem Frühstück einplanen.

Bleib lieber noch ein paar Minuten im Bett 

Nutze die Bettwärme und räkle und strecke dich ausgiebig. Zieh dich lang. Dehne deine Flanken, mach dich krumm wie eine Banane. Sei ein bisschen erfinderisch. Steck deine Achillessehne in den Zwischenraum von großem und ersten Zeh und dehne so deine Fußsohle und dieAchillessehne

Katzen machen das vorbildlich. Nach jedem Nickerchen wird sich erst mal genüsslich geräkelt.

 

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